Wechselpilot-Anleitung

Gastarife vergleichen: In drei Schritten zum optimalen Tarif!

Seit 2002 der Gasmarkt liberalisiert wurde, können Verbraucher frei zwischen den Anbietern wechseln. Und die Auswahl ist immens, gibt es doch bis zu 40 verschiedene Gasanbieter. Entsprechend ist die Zahl der zum Angebot stehenden Gastarife um ein Vielfaches höher. Die Preise unterscheiden sich zudem je nach Liefergebiet und Region stark voneinander.

Wechseln Sie regelmäßig Ihren Gastarif, profitieren Sie von dieser Vielfalt – denn so werden Sie dauerhaft Ihre Gaskosten senken können. Damit der Wechsel zu Ihren Gunsten ausfällt, ist ein cleverer Gastarifvergleich unerlässlich. Wir erklären Ihnen hier, wie Sie den optimalen Tarif für sich finden und auf welche Stolperfallen Sie achten sollten. Ist Ihnen der Gastarifvergleich zu aufwendig? Dann geben Sie ihn gerne an uns ab!

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Im Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

Schritt 1

Mit diesen 3 Tipps erkennen Sie einen zuverlässigen Gasanbieter

Ein Gasanbieter sollte in jedem Fall zuverlässig sein. Der günstigste Vertrag ist nutzlos, wenn der Lieferant nach wenigen Monaten insolvent ist, falsche Rechnungen ausstellt oder die versprochenen Bonuszahlungen zurückhält. Im schlimmsten Fall zahlen Sie dann unter dem Strich mehr, sodass der gesamte Wechselaufwand umsonst war. Wir geben Ihnen hier vier Tipps, an denen Sie einen fairen Versorger erkennen.

Tipp 1: Checken Sie die Bewertungen

Eine gute Möglichkeit, seriöse Anbieter zu erkennen, sind unabhängige Bewertungen von anderen Kunden. Diese finden sich an verschiedenen Orten im Internet. Wichtig ist dabei, dass Sie Kundenbewertungen von unterschiedlichen Seiten einholen. Schauen Sie sich zum Beispiel an, was Kunden auf Vergleichsportalen, bei Google oder in Beschwerdeportalen gesagt haben. Wie steht es um die Zuverlässigkeit? Wird die Vertragsdauer eingehalten oder erwartet Kunden eine böse Überraschung? Welche Vertragsdetails werden anfangs verschwiegen? So bekommen Sie einen guten Eindruck.

Tipp 2: Vorsicht bei Discountern

Ein Grund für Probleme mit Gasversorgern ist der harte Preiskampf. Sogenannte Discounter locken daher mit extrem günstigen Preisen oder sehr hohen Bonuszahlungen. Hier gilt Obacht! Denn solche Angebote kann nicht jeder Gasanbieter ohne Weiteres stemmen. Das betrifft meist Discounter, die weder aus einem Konzern noch aus einem Stadtwerk hervorgegangen sind.

Solche Anbieter können ihre niedrigen Preise und hohen Boni deshalb „garantieren“, weil sie eine schlanke Prozess- und Kostenstruktur führen. Doch dieses Geschäftsmodell kann auch nach hinten losgehen – und Sie letzten Endes teuer zu stehen kommen. Daher empfehlen wir, bei jedem Anbieter einen Hintergrundcheck zu machen. Stammt der Discounter von einem Konzern oder Stadtwerk, sind Sie als Verbraucher auf der sicheren Seite.

Praxistest empfohlen Vor dem Wechsel auf Nummer sicher gehen?

Wir empfehlen den Praxistest: Rufen Sie den Kundenservice an, stellen Sie ein paar Fragen, lassen Sie sich beraten. Schon ein kurzes Telefonat hilft, die Servicebereitschaft des Versorgers einzuschätzen.

Tipp 3: Achtung bei Haustürgeschäften

Vorsicht gilt generell bei Haustürgeschäften. Hier wird auf einen schnellen Vertragsabschluss gedrängt. Ohne Vergleichsmöglichkeit ist eine objektive Bewertung innerhalb von wenigen Minuten jedoch nicht möglich. Immer wieder wird berichtet, dass Gründe erfunden werden, um einen Wechsel aggressiv zu bewerben, beispielsweise, dass ein ganzes Haus auf einen neuen Anbieter umgestellt wird.

Auch Unterschriften für vermeintliche Zählerstandablesungen entpuppten sich im Nachhinein schon mal als Einverständniserklärung für einen Tarifwechsel. Wurden Sie an der Tür überrumpelt oder getäuscht, brauchen Sie nicht in Panik zu verfallen: In Österreich gilt für Privatpersonen ein 14-tägiges Rücktrittsrecht. Innerhalb dieser Zeit können Sie von einem Vertrag ohne Angabe von Gründen zurücktreten.

Schritt 2

Bevor es ins Detail geht: Gastarif mit oder ohne Bonus?

Warum gibt es überhaupt Wechselprämien?

In Österreich werben Gasanbieter regelrecht um Sie. Damit Sie einen Vertrag unterzeichnen, locken Sie gerne mit sogenannten Wechselprämien, wie einem Sofortbonus. Langfristig geht es dem Anbieter vor allem darum, Sie als Kunden zu binden. Denn hat erst ein Wechsel stattgefunden, bleiben viele Verbraucher diesem Anbieter treu. Sogar unabhängig davon, ob eventuell ein günstigerer Tarif zur Verfügung steht oder das Unternehmen seine Preise nach kurzer Zeit anhebt.

Wird der Bonus trotz Wechsel in einen anderen Stromtarif ausgezahlt?

Zunächst muss zwischen den beiden gängigen Bonuszahlungen unterschieden werden:

Sofortbonus

Fast immer eine feste Summe, die 4 bis 12 Wochen nach Vertragsbeginn auf das hinterlegte Bankkonto des Kunden ausgezahlt wird.

Neukundenbonus

Wird meist prozentual an den Jahreskosten bemessen und nach 12 Monaten ausbezahlt; manchmal wird dieser Bonus mit der ersten Jahresrechnung verrechnet.

Immer wieder wird darüber berichtet, der Neukundenbonus werde nach der regulären Kündigung im ersten Vertragsjahr nicht ausgezahlt. Das ist allerdings nicht der Fall: eine Kündigung verhindert in keiner Weise die Auszahlung! Jene wird den Kunden gesetzlich garantiert. Sollte sich ein Anbieter doch einmal weigern, so ist der Gang zum Europäischen Verbraucherzentrum Österreich ratsam. Alternativ können Sie sich auch bei der E-Control melden, die als zentrale Informationsstelle für Strom- und Gasverbraucher gesetzlich in Österreich eingerichtet wurde. Bei zuverlässigen Versorgern gibt es in dieser Hinsicht aber so gut wie keine Probleme.

Nur in Ausnahmefällen verfällt der Anspruch auf den Neukundenbonus, etwa wenn Sie wegen eines Umzugs eine Sonderkündigung aussprechen und Ihren Vertrag vor Ablauf des Belieferungsjahres unterbrechen. In diesem Zusammenhang sollten Sie bereits vor Vertragsabschluss prüfen, was das Kleingedruckte in Bezug auf eine Kündigung sagt.

Ohne Bonus In welchen Fällen profitiere ich von Tarifen ohne Bonus?

Wer den Wechsel-Aufwand scheut, sollte daher von Angeboten mit Bonus Abstand halten. Tarife ohne Bonus sind also für die Verbraucher interessant, die sich nicht permanent mit dem Thema Stromvertrag beschäftigen möchten. In der Regel sind Grund- und Arbeitspreise günstiger, außerdem kommen größere Preissprünge nach der Garantiezeit weniger häufig vor.

Mit Bonus Wann sollte ich mich für einen Tarif mit Bonus entscheiden?

Regelmäßigem Tarif-Hopping ist für Sie kein Problem? Dann empfehlen wir einen Tarif, der Boni beinhaltet. Wer jedes Jahr rechtzeitig kündigt und den Versorger wechselt, profitiert immer wieder von günstigeren Tarifen und neuen Bonuszahlungen. Und zwar nicht zu knapp: mit dem Wechsel in einen anderen Stromtarif können Sie jedes Jahr mehrere Hunderte Euro sparen!

Mit unserer Erklärung können Sie den Versorgerwechsel selbst in die Hand nehmen – oder Sie geben ihn an unser Team ab. Wir organisieren für Sie jedes Jahr den gesamten Prozess: Sie erhalten von uns unabhängige Tarif-Empfehlungen, wir kündigen den alten Vertrag und melden Sie neu an. Auch die zeitintensive Kommunikation übernimmt unser Team und klärt offene Fragen ohne Umwege direkt mit dem Versorger oder Netzbetreiber. Sie hören nur dann etwas von uns, wenn vertragsrelevante Nachrichten für sie vorliegen oder der nächste Wechsel bevorsteht.

Schritt 3

So setzt sich der Gaspreis zusammen

Jeder Tarif setzt sich aus mehreren Variablen zusammen. Nur wenn alle Faktoren berücksichtigt werden, lässt sich bewerten, wie günstig ein Vertrag ist. Der Gaspreis setzt sich zusammen aus dem Energiepreis (51 Prozent), dem Netznutzungs- und Messentgelt (9 Prozent) sowie anderen Abgaben (30 Prozent). Bei Letzterem handelt es sich um:

  • Erdgasabgabe (9 Prozent)
  • Gebrauchsabgabe (4 Prozent)
  • Umsatzsteuer (17 Prozent)

Wie hoch ist der monatliche Abschlag?

In der Regel stellen die Gasversorger einmal im Jahr eine detaillierte Rechnung aus. Über das Jahr hinweg werden konstante Abschlagszahlungen berechnet. Die Höhe der Abschläge richtet sich nach dem Verbrauch des letzten Jahres.

Warum elf und nicht zwölf Abschläge? Im zwölften Monat der Vertragslaufzeit erhalten Sie Ihre Abschlussrechnung und – falls Sie zuvor zu viel gezahlt haben – eine Rückzahlung. Damit in diesem Monat nicht noch eine Abbuchung stattfindet und Sie außerdem Ihre Abrechnung erhalten, wird zu diesem Zeitpunkt kein Abschlag fällig.

Abschläge

Mit dem Verbrauch aus dem vorigen Belieferungsjahr bzw. mit den Kosten, die im letzten Vertragsjahr fällig geworden sind, werden elf Abschlagszahlungen berechnet:

Gaskosten / 11 Monate = Monatlicher Abschlag

Was sind die effektiven Kosten?

Warum sind Abschläge manchmal höher als die tatsächlichen monatlichen Kosten? Tarife mit Bonus führen meist zu höheren Abschlägen. Denn Prämien werden getrennt von den monatlichen Abschlägen gutgeschrieben (Ausnahme: Tarife mit Bonus auf den Abschlag), sind für die Berechnung der tatsächlichen Kosten aber ausschlaggebend.

Welche Laufzeit ist sinnvoll?

Wichtig für den Verbraucher ist außerdem die Laufzeit der Tarife. Gängig sind Verträge mit 12 oder 24 Monaten, wobei es auch abweichende Längen gibt. Bei Verträgen mit kurzer Laufzeit bleiben Sie flexibel. Jedoch weisen diese häufig leicht höhere Grund- und Arbeitspreise auf. Bei Verträgen mit 24 Monaten Laufzeit und einem Bonus gilt es, vorsichtig zu sein. Oftmals gilt die Preisgarantie nur für das erste Jahr. Dann hebt der Versorger den Grund- oder Arbeitspreis im zweiten Vertragsjahr an und plötzlich befinden Sie sich in einem ungünstigen Tarif.

Preisgarantie

Nicht nur ist die Laufzeit interessant, die möglichst die gesamte Vertragslänge abdecken sollte, sondern auch die Art der Garantie. Die sogenannte eingeschränkte Preisgarantie zeigt an, dass Kostensteigerungen, die durch Steuererhöhungen entstehen, an den Kunden weitergegeben werden dürfen. Darüber hinaus gibt es noch die Energiepreisgarantie. Diese gilt dann ausschließlich für die reinen Energiekosten. Steigen für den Versorger die Netzentgelte oder Steuern, dann kann der Preis jederzeit, also auch während der Garantiezeit, korrigiert werden. Nur die vollständige Preisgarantie ist verlässlich. Mit Ausnahme von einer Anhebung der Mehrwertsteuer, die immer zu einer Preissteigerung führt, bleibt der Preis über die gesamte Garantiezeit konstant. Im Falle einer Preiserhöhung steht dem Kunden auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht zu. Auch während der Vertragslaufzeit darf der Verbraucher innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe kündigen und den Anbieter wechseln.

Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist gibt an, mit welchem Abstand zum Vertragsende die Kündigung stattfinden muss. Für Verbraucher sind immer kurze Fristen vorteilhaft. Optimal ist eine Frist von zwei Wochen. Diese gilt übrigens auch, wenn Sie Ihr Gas vom Grundversorger beziehen. Ausnahmen können alternative Tarife, die separat mit dem Grundversorger abgeschlossen wurden, darstellen. Bei einer langen Kündigungsfrist ist die Gefahr groß, den Termin zu verpassen. Die meisten Verträge verlängern sich dann automatisch, oftmals direkt um 12 Monate. In den Vertragsdetails sind diese Konditionen unter dem Punkt Folgelaufzeiten beschrieben. Eine solche automatische Vertragsverlängerung lässt sich nur verhindern, indem regelkonform gekündigt wird. Dies geschieht entweder durch eine fristgemäße Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit oder durch eine außerordentliche Kündigung, wenn ein Grund vorliegt. Zu diesen zählt neben einer Preiserhöhung auch ein Umzug.

Clever wechseln ohne Aufwand

Gastarife vergleichen und wechseln mit Wechselpilot

Gastarife vergleichen ist mit Aufwand verbunden – lohnt sich für Sie aber allemal. Wenn Sie neben den Gaskosten auch noch Zeit und Nerven sparen möchten, können Sie den Wechsel gerne an uns abgeben. Wir finden für Sie den optimalen Tarif, Sie brauchen uns nur zu sagen, wie hoch Ihr jährlicher Verbrauch ist, bei welchem Anbieter Sie aktuell sind und ob Sie besondere Wünsche (z.B. Ökogastarif) haben.

Füllen Sie dafür im ersten Schritt einfach unser Formular aus und holen Sie bei uns ein Tarifangebot ein:

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