Ratgeber Gaspreisvergleich

Gaspreise vergleichen: Darum lohnt es sich für Sie!

Dass Sie bei uns gelandet sind, freut uns, denn das bedeutet, dass Sie sich Ihrem Gaspreis auseinandersetzen – und vielleicht sogar den Wechsel Ihres Gasanbieters in Betracht ziehen. Genau dabei möchten wir Sie mit diesem Ratgeber unterstützen! Seit der Gasmarktliberalisierung 2002 können österreichische Verbraucher ihren Versorger nicht nur frei wählen, sondern dürfen ihn auch jedes Jahr wechseln.

Dass sich manch einer vor dem Wechsel scheut, verstehen wir nur zu gut. Denn der Markt ist voll mit unzähligen Angeboten und unterschiedlichsten Preisen. Auf den ersten Blick wirkt das erschreckend, ist aber eigentlich eine echte Chance für Sie! Wenn Sie die Gaspreise vergleichen, werden Sie schnell merken, dass Sie durch einen Wechsel mehrere hundert Euro sparen können. In diesem Ratgeber erhalten Sie Tipps, Hinweise und Informationen, mit denen Sie Ihren optimalen Gaspreis bestimmen und Ihr Sparpotenzial maximal ausschöpfen können.

Wie viel Zeit möchten Sie investieren?

15 Minuten

Wenn Sie sich so wenig wie möglich mit Gaspreisen, Tarifbestandteilen und Vertragsdetails beschäftigen, aber trotzdem jedes Jahr sparen möchten, empfehlen wir Ihnen einen unabhängigen Wechselservice für Strom und Gas wie Wechselpilot. Wir kümmern uns für Sie um den gesamten Wechselprozess: Wir vergleichen alle am Markt verfügbaren Gastarife, kündigen den alten Vertrag, melden neu an. Unsere Experten nehmen Ihnen den lästigen Papierkram ab und kommunizieren außerdem für Sie mit den Versorgern. Offene Fragen klären wir ohne Umweg. Vier Monate vor Ende der Vertragslaufzeit erhalten Sie von uns wieder eine Empfehlung für einen günstigeren Gastarif. Sobald Sie diesen bestätigen, starten wir den Wechselprozess erneut. Sollten Sie in der Zwischenzeit Fragen haben, steht Ihnen unser Kundenservice kostenfrei zur Seite!

60 Minuten

Vergleichsportale listen einen Großteil der verfügbaren Gasanbieter mit ihren unterschiedlichen Tarifen – und helfen Ihnen dabei, sich einen Überblick zu verschaffen. In Abhängigkeit Ihrer Postleitzahl und Ihres Jahresverbrauchs erhalten Sie eine Auswahl von Anbietern, die für Sie infrage kommen. Beachten Sie, dass Tarife, die prominent platziert werden, nicht immer das vorteilhafteste Angebot für den Kunden darstellen. Portale arbeiten meist Hand in Hand mit den Gasversorgern und können Ergebnislisten anzeigen, die von Provisionszahlungen beeinflusst sind. Nehmen Sie den zu zahlenden Gaspreis auch hier genau unter die Lupe. Bei manchen Portalen können Sie den Wechsel anschließend selbst vornehmen. Bitte notieren Sie sich Ihre Kündigungsfrist, um im folgenden Jahr rechtzeitig in einen neuen Tarif wechseln zu können.

120 Minuten

Wir nehmen es gleich vorweg: Ja, die eigene Recherche kostet Zeit. Sich mit Gaspreisen und verschiedenen Tarifmodellen auseinanderzusetzen dauert meist einige Stunden. Mit unseren Tipps (wir versprechen, sie sind verständlich!) werden Sie allerdings schnell lernen, worauf Sie bei einem korrekten Gaspreisvergleich achten müssen. Wir erklären, wie Sie Preisbestandteile, Bonus-Zahlungen und weitere Vertragsdetails auswerten, um gezielt einen passenden Gastarif und Ihren optimalen Gaspreis zu finden. Wenn Sie diesen Ratgeber gelesen haben, werden Sie bei einem Wechsel Stolperfallen garantiert vermeiden und bei einem zuverlässigen Gasversorger landen.

Schritt 1

So setzt sich der Gaspreis zusammen

In Österreich zahlen Sie pro Kilowattstunde im Schnitt zwischen fünf und acht Cent für Gas (Stand 2019). Teilweise unterscheiden sich die Preise der Anbieter um bis zu 50 Prozent! Bei einem Verbrauch von 15.000 kWh (Durchschnitt in Österreich), können Sie bis zu 600 Euro oder mehr sparen, wenn Sie den Tarif wechseln.

Der Gaspreis setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:

  • Gaspreis, ergibt sich aus: Verbrauch in kWh x Arbeitspreis in ct/kWh + Grundpauschale (legt der Anbieter fest für seine Dienstleistung)
  • Netzentgelte: Abhängig vom Wohnort, wird festgelegt von der E-Control, der österreichischen Regulierungsbehörde für Energie
  • Steuern und Abgaben: Ergaspauschale, Umsatzsteuer, Gebrauchsabgabe
Schritt 2

Die wichtigen Vertragsdetails kennen & verstehen

Vertragslaufzeit

Neben dem Preis sollten Sie sich auch mit den Vertragsdetails beschäftigen. Ebenso wichtig wie die Preiszusammensetzung ist die Vertragslaufzeit.

Die meisten Verträge haben Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Es kann jedoch auch Abweichungen davon geben, sodass ein Blick auf die Details auf jeden Fall notwendig ist. Auch Gastarife mit kürzeren Laufzeiten werden Sie hin und wieder finden. Solche Angebote sind natürlich flexibler. Der Zugewinn an Flexibilität geht allerdings meist mit einer höheren Grundpauschale einher.

Bitte beachten

Gastarife mit langen Laufzeiten sind nur selten vorteilhaft – insbesondere dann nicht, wenn sie mit Bonuszahlungen verbunden sind. Zwar scheinen Grund- und Arbeitspreise im ersten Jahr günstig, weil die effektiven Stromkosten durch den Bonus niedriger ausfallen. In der Regel fällt die Wechselprämie im folgenden Belieferungsjahr weg und damit steigen die Kosten meist unverhältnismäßig an. Unter dem Strich entsteht kein Vorteil gegenüber Verträgen mit einer Laufzeit von 12 Monaten.

Kündigungsfrist & Preisgarantie

Wichtig ist weiterhin, sich mit den Themen Kündigungsfrist und der Preisgarantie zu beschäftigen. Nach Ablauf der Preisgarantie hat der Anbieter die Möglichkeit, den Gaspreis anzuheben. In diesem Fall haben Sie als Verbraucher das Recht zur Sonderkündigung, vom dem Sie unbedingt Gebrauch machen sollten! Hier kommt ein weiteres Vertragsdetail zum Tragen, und zwar die Kündigungsfrist. Diese legt fest, in welchem Zeitrahmen eine Kündigung erfolgen muss. Wichtig ist die Kündigungsfrist auch im Zusammenhang mit der Vertragsverlängerung. Sofern Sie Ihren Gasvertrag nicht rechtzeitig vor Ablauf kündigen, verlängert sich dieser automatisch, oftmals um ganze zwölf Monate. Günstig für den Verbraucher ist eine kurze Frist, beispielsweise zwei Wochen zum Ende der Vertragslaufzeit. Es gibt jedoch Anbieter, die eine Kündigung bis zu drei Monaten vor Vertragsablauf fordern.

Sofort- & Neukundenbonus

Bei der Wahl eines neuen Gasanbieters sind Boni besonders interessant. Viele Versorger zahlen einen Sofortbonus, der meist in den ersten Wochen nach Vertragsbeginn ausgezahlt wird, sowie einen Neukundenbonus, den Sie nach 12 Monaten in der Belieferung erhalten (und zwar auch dann, wenn Sie erneut wechseln). Sollte im laufenden Vertragsverhältnis ein Umzug stattfinden, sollten Sie vor dem Wechsel unbedingt prüfen, ob Ihre neue Lieferstelle im Versorgungsgebiets des Anbieters liegt. Das ist nicht der Fall? Dann dürfen Sie Ihren Vertrag zwar kündigen – müssen allerdings auch auf Ihren Neukundenbonus verzichten, da Sie nicht volle 12 Monate in der Belieferung verblieben sind. Ein Tarif ohne Boni, der stattdessen durch günstige Arbeitspreise überzeugt, wäre dann eine gute Wahl.

In den Verträgen finden sich außerdem Angaben zu den Abschlagszahlungen. Die meisten Gasanbieter fordern monatliche Abschläge. Diese orientieren sich am Verbrauch des Vorjahres. Erst am Ende des Jahres erfolgt eine Abrechnung. Hier wird der tatsächliche Verbrauch ermittelt und die Abschläge berücksichtigt. Im Ergebnis kann der Verbraucher eine Erstattung erhalten oder es erwartet ihn, bei gestiegenem Verbrauch, eine Nachzahlung. Darüber hinaus gibt es auch kompliziertere Vertragsmodelle mit Flatrate-Abrechnungen oder ähnlichen Systemen. Diese können sich jedoch nachteilig auswirken, wenn der Verbrauch von der angepeilten Marke abweicht.

Schritt 3 im Gaspreisvergleich

Die drei größten Fallen beim Gaspreisvergleich

Ein weiterer Streitpunkt sind die Bonuszahlungen. Häufig sind diese so gelegt, dass sie erst nach 12 oder 24 Monaten fällig sind. Viele Verbraucher vergessen nach dieser langen Zeit, dass sie Anspruch auf einen Bonus haben. Wann genau der Bonus gutgeschrieben werden soll, steht in den Vertragsdetails. Verpasst der Anbieter den Zeitpunkt, ist es sinnvoll, zunächst direkt über den Kundenservice nachzufragen. Hat dies keinen Erfolg, ist eine schriftliche Mahnung der nächste Schritt. Sollte der Anbieter auch hierauf nicht reagieren, bleiben noch Beschwerdeportale, E-Control oder das Verbraucherzentrum.

Eine beliebte Masche ist das Spiel mit der Preisgarantie. Verdächtig sind grundsätzliche alle Tarife, bei denen die Preisgarantie kürzer ist als die Vertragslaufzeit. Beispielsweise schließt ein Kunde einen Vertrag über 24 Monate ab, da ihn der günstige Arbeitspreis angesprochen hat. Die Preisgarantie läuft jedoch nur 12 Monate. Mit Ablauf des ersten Vertragsjahres erhält der Kunde prompt eine saftige Preiserhöhung. Beim Nachrechnen stellt sich heraus, dass der Vertrag plötzlich teurer ist als Vergleichsangebote.

In diesem Fall ist für den Verbraucher jedoch noch nicht alles verloren. Bei Preiserhöhungen hat der Kunde automatisch ein Sonderkündigungsrecht. Innerhalb von zwei Wochen, nachdem der Kunde Kenntnis über die Preiserhöhung erhalten hat, kann der Vertrag gekündigt werden. Dieses Sonderkündigungsrecht wurde im Sommer 2016 von dem Oberlandesgericht Düsseldorf nochmals ausdrücklich bestätigt.

Unzuverlässige Anbieter können für Probleme sorgen. Besonders ärgerlich ist es, wenn ein Gasversorger insolvent geht. Daher eine letzte Empfehlung: Informieren Sie sich über den Ruf des potenziellen neuen Versorgers. Online gibt es verschiedene Verbraucher- und Beschwerdeportale, die Anhaltspunkte über die Zuverlässigkeit eines Anbieters geben. Unter anderem lässt sich erkennen, ob ein Versorger sein Versprechen bezüglich der Auszahlung von Boni und Wechselprämien einhält. Wichtig sind auch Informationen darüber, ob die Kommunikation reibungslos verläuft. Ist der Kundenservice gut erreichbar, sind die Mitarbeiter freundlich und kompetent? Stellt sich der Stromversorger bei einer Kündigung quer? Lockt ein Anbieter mit besonders günstigen Tarifen, nur um dann Preiserhöhungen durchzusetzen? Wie transparent sind die Abrechnungen und kommen diese fristgerecht?

Mit Bewertungen und Erfahrungsberichten anderer Versorger fällt es leichter, schwarze Schafe von ehrlichen Anbietern zu trennen. Sollten Fragen offen bleiben, können Sie unseren Kundenservice telefonisch zu Rate ziehen.

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Was Sie für Ihren Gaspreisvergleich gelernt haben

Wer wirklich von einem Anbieterwechsel profitieren und günstige Tarife finden will, sollte einige Dinge beachten. Wichtig sind vor allem die nebenstehenden Faktoren.

Außerdem gilt, dass langfristig nur derjenige spart, der Gaspreise regelmäßig vergleicht. Wer sich für einen Tarif mit Bonus entscheidet, sollte den erneuten Wechsel nach 12 Monaten nicht verpassen, um hohen Kosten im zweiten Vertragsjahr zu vermeiden.

Echte Sparfüchse wechseln also regelmäßig und kontrollieren mindestens einmal im Jahr, ob ihr Vertrag noch vorteilhaft ist.

  • Den eigenen Jahresverbrauch genau kennen
  • Die Zuverlässigkeit des neuen Anbieters bewerten
  • Auf das Kleingedruckte und alle Vertragsdetails achten
  • Gaspreisgarantien im Auge behalten
  • Bei Preiserhöhung vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen
  • Kündigungsfristen vormerken
  • Jedes Jahr wechseln

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